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Impressum:

Horst Jeschke
Kupferhammer 22
 

Mittwoch, 8. November 2006
 
79822 Titisee-Neustadt
07651-7202
 

Horst Jeschke hat am Bahnhof Titisee seine Kamera parat;
er wartet auf den Zug aus Freiburg.
Die Bahn ist seine Welt
Horst Jeschke aus Neustadt

bietet Höllental- und Dreiseenbahn von A bis Z im Internet
Von unserer Mitarbeiterin Eva Weise
   
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TITISEE-NEUSTADT. Wenn das Kind im Manne erwacht, geht es nicht immer, aber doch ziemlich oft um das Thema Modelleisenbahn. Doch verzückt glänzende Augen bekommen gestandene Männer wie kleine Jungen auch bei "echten" Zügen. Für all jene, auf die das zutrifft, bietet Horst Jeschke aus Neustadt ein rundes Lesevergnügen. Er hat die Höllentalbahn und die Dreiseenbahn im Internet kenntnisreich und ganz umfassend dokumentiert.

Horst Jeschke wuchs in Nienburg auf und wohnte mit seinen Eltern direkt an der Bahnlinie. Der Knirps saß gerne auf dem Kilometerstein an den Gleisen und beobachtete die vorbeirauschenden Züge auf der Hauptstrecke zwischen Hannover und Minden. Schnaubende Dampfloks waren die Stars auf der Schiene, von denen die meisten heute nur noch kalt im Museum stehen oder aber en miniature auf der Modellbahn ihre Runden drehen. Verträumt blickte er ihnen nach. Ihn faszinierte die Technik der Dampfrösser, er mochte aber auch dieses Gefühl von Ferne, das ihm Züge bis heute vermitteln.

Im Alter von sechs Jahren zog er mit seinen Eltern nach Neustadt. Er wäre gern Lokomotivführer geworden, verrät er, doch ein eigener Berufswunsch sei damals undenkbar gewesen, zu jener Zeit seien üblicherweise die Söhne in die beruflichen "Fußstapfen" ihrer Väter getreten. Also lernte er Fernmelde-Servicetechniker bei der Telekom in Freiburg.

Wie die meisten Jungen, hatte er sich immer eine Modelleisenbahn gewünscht. Aber den Eltern fehlte das Geld für solch luxuriöse Geschenke. Der Kindheitstraum erfüllte sich erst für den Erwachsenen: Seine Frau Ellen überraschte ihn vor 20 Jahren mit einem Starter-Set, das heute zu einem großen "Bahnbetrieb" mit 20 Lokomotiven angewachsen ist. Seine Frau teilt sein Hobby. Im Urlaub besichtigen sie Bahnhöfe wie andere Ehepaare Kirchen und Museen anschauen. Sie werfen einen Blick ins Stellwerk, informieren sich über Baujahr, Modell und Technik von Lokomotiven.

Ein aufregendes Erlebnis war die erste Sonderfahrt mit einem historischen Zug. Was Jeschke am besten gefiel? Natürlich der Blick aus dem Führerstand der schmauchenden Dampflok auf die vorbeiziehenden Landschaften.

All das hält der 59-Jährige in Bildern fest, seine Sammlung umfasst inzwischen unzählige Fotos und Filme. Sein liebstes Motiv und Steckenpferd sind die Höllentalbahn und die Dreiseenbahn.

Vor einem halben Jahr richtete er eine interaktive Webseite ein, auf der er beide Bahnstrecken umfassend dokumentierte und bebilderte. Sie kann unter www.hoellentalbahn-info.de aufgerufen werden. Eindrucksvoll ist eine Darstellung des 36 Kilometer langen Abschnitts zwischen Titisee und Freiburg und der 20 Kilometer langen Strecke zwischen Titisee und Seebrugg. Sie gibt einen Einblick in die Eisenbahngeschichte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts und ist mit farbigen Fotos und historischen Postkarten reich bebildert. Eine Rarität aus der Sammlung ist eine Schwarz-Weiß-Aufnahme von 1884, die Jeschke im Internet ersteigerte und die einen Eindruck vom Bau der Ravenna-Brücke gibt. Wer sich durch die Links klickt, kann viel über Planung, Bau und den Betrieb der Strecken und Stationen lesen. Die Texte sind auch für Laien interessant, teils technisch orientiert und voller Fakten, was den Bahnliebhaber ansprechen dürfte. Jeschke bringt die Webseite, für die er sechs Monate lang viele Stunden investierte, laufend auf den neuesten Stand. Der Rentner macht aus seiner Leidenschaft für die beiden landschaftlich so schönen Bahnstrecken keinen Hehl. Es sei eine Sensation gewesen 1887, als die Höllentalbahn mit ihren Brücken, Tunnel und Viadukten eröffnet wurde, mit ihren 55 Promille Steigung die steilste Bergbahn deutschlandweit. Sie habe, wie die 1912 eröffnete Dreiseenbahn, für Fahrgäste und Bahnfans bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Wer mit Jeschke eine Bahnfahrt durchs Höllental genießen will, kann dies in Form einer DVD tun. "Führerstandsfahrt von Neustadt nach Freiburg" ist einer von sechs Filmen, die er eigenhändig aufnahm und selbst vertonte. "Verdienen möchte ich mit meinem Hobby nicht, es macht einfach Spaß " , sagt Jeschke, der alle DVDs zum Selbstkostenpreis auf seiner Webseite anbietet. Einer seiner jüngsten Streifen "Schneechaos auf der Dreiseenbahn" ist eine 40 Minuten lange, genaue Aufzeichnung vom Wintereinbruch 2006. Dass es vergangenen März überhaupt zu diesem "Dreh" kam, verdankt Jeschke Bähnlern aus der Region, die ihm den entscheidenden Hinweis gaben. Denn bei ihnen ist er längst bestens bekannt, schon seit Jahren stehen sie in freundschaftlichem Kontakt.

 
   
   
   
   
   
   
   
   
   

   
   
Der Autor filmt seit 30 Jahren und hat schon mehrere Auszeichnungen bekommen.


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